Gedankensplitter

Wahrnehmung

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Die Frage der Wahrnehmung- oft sind wir fokussiert auf das, was ins Auge fällt, was offensichtlich ist. Dieses Foto machte ich vor einigen Monaten spontan mit dem Smartphone , fokussiert auf den Vogel, der wahrscheinlich an dem fotografierten Ort selten anzutreffen ist. Nun machte mich ein Freund auf etwas ganz anderes aufmerksam. Und ich staunte über mich selbst, wie lange ich mit einer gewissen „ Blindheit“ dieses Foto angesehen hatte. Wie oft geht es uns im Leben mit Menschen so, wir nehmen etwas wahr und anderes bleibt uns lange verborgen. Eine Übung immer wieder, sich lösen von dem, was man sehen möchte, immer wieder den Blickwinkel ändern, vielleicht aus der eigenen „Haut schlüpfen“ und aus anderen Perspektiven betrachten - auch sich selbst

„Nächtlicher Nonsens“

Gefühle

sie schwirren vom Herz in den Kopf

schlagen Kapriolen

purzeln mit Buchstaben

landen in Worten

Worte 

sie werden gelesen

Gedanken schwirren vom Kopf ins Herz

purzeln mit Gefühlen

landen in Worten

deine Worte

meine Worte

sie treffen sich inmitten von Herz und Verstand

schwirren in Missverständnissen

purzeln mit Gefühlen und Gedanken

landen in entzweiter Zweisamkeit

Gefühle purzeln mit Worten

oder 

Worte purzeln mit Gefühlen

ach genug Kapriolen 

genug gefühlter, gedachter Unsinn in der Nacht

ich purzel mal ins Bett

und morgen früh

in den Alltagswahnsinn der Woche 

Fenster auf - Kopf mal lüften 

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Imperia

eine Statue mit einer Geschichte, ein Werk des Bildhauers Peter Lenk

Die Imperia - nach anfänglichen Aufschreien, wohl auch Entsetzen mancher in Konstanz - nun ist sie zu einem Wahrzeichen geworden …

Sicher gibt es schönere Fotos von ihr im Internet, aber was zählt, ist doch immer das eigene Erleben, der eigene Moment - die Empfindungen, Gedanken - welche man beim Anblick empfindet - und später, wenn man seine eigenen Fotos nochmals betrachtet - die Erinnerung an Wege, die man gegangen ist - was hat sich daraus entwickelt?

Hinten zeigt sie sich geschlossen, vorne äusserst erotisch … das ist zumindest der äussere Anschein … vielleicht zeigt sie sich aber auch offenherzig und versucht die Macht-Gaukler dieser Welt auf einen anderen Pfad zurückzuführen - Hebt sie hoch, entrissen vom sicheren Boden und zeigt ihnen die Welt einmal von oben, mit neuer Ansicht, aus neuem Blickwinkel … ob sie sie wieder abgesetzt hat, weil sie gelehrig waren oder ins Meer geworfen hat, weil sie keine neuen Pfade begehen wollten …

Sie ist schön, kraftvoll, wie sie die beiden so hebt und trotzdem die Balance hält, sie wirkt gelassen, in sich ruhend!

Je nachdem, wo man sie in ihren Drehung gerade erwischt, ein neuer Anblick - ein anderes Detail, welches einem ins Auge fällt — eines ist sicher: Mir gefällt sie!

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An der Helvetia bin ich jahrelang vorbei gelaufen, ohne sie bewusst wahrzunehmen. Seit diesem Sommer ganz anders - warum? - sie macht Rast auf ihrer Reise ... Mein Blick geht in ähnliche Richtung wie ihrer zu einem liebenswerten Menschen nicht weit entfernt von ihr, der bei einer neuen Etappe seiner Lebensreise angekommen ist  und sichtlich erfüllt und glücklich ist, mit seinem Tun die Sinne anderer Menschen weckt und befriedigt .... und mir wurde einmal mehr bewusst, wie unsere Gedanken und Gefühle den Blickwinkel verändern und sich damit neue Welten  offenbaren ...

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Goldener Oktober

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Diesen Oktober kam und kommt mir so viel Lachen und unverhüllte Freude entgegen und auch das wenige, scheinbar Schwierige löste sich in WohlGefallen auf, und dann diese wunderschönen lichtdurchfluteten, sonnigen Tage, ein " goldener Oktober" in so mancher HinSicht  - die Fragen des Schicksals und des Lebens: Was unterstützt uns, was hemmt uns manches Mal, was bedeutet Leben, was macht es aus? Und immer wieder - die Frage nach dem Sinn - 

GeDanken_Räume

Heute, da niemand darauf sass, ist mir die Konstruktion dieser Sitzbank bewusst aufgefallen. Was dachte sich der Designer dabei? Das Überlappen der Sitzfläche auf der nächsten! Ist es das Bild, dass jeder Mensch einem anderem Raum wegnimmt, für einen Moment, für länger? Bewusst oder unbewusst, freiwillig, unfreiwillig. Auch in den Gedanken. In dem Moment, in welchem ich bewusst an einen Menschen denke, kann ich nicht gleichzeitig an einen anderen denken. Wie ist es, wenn ich an eine Gruppe denke? Auch da tritt der Einzelne wohl zurück. Und die Liebe im Herzen, wie ist es da mit dem Raum? Zeitgleich besetzt - aber wenn man sie fühlt, da gilt sie in der Sekunde oder im Bruchteil einer Sekunde wohl meist einem.

Wie gehe ich mit dem Raum anderer um? Ich für mich? Wo mag ich sein, wo vielleicht gerade nicht? Wen lasse ich in meine Räume, wer betritt sie ungefragt, überraschend - wer ungebeten? 

Oder war es der Gedanke, dass das Ganze mehr als die Summe der Einzelteile ist?

So viele Fragen beim Anblick einer Bank .... einfach mal googeln, was es über die Bank zu erfahren gibt. So simpel, die Ansprüche an die Bank: Sie sollte ein Terraingefälle ausgleichen, sollte in Kurven und Biegungen verlaufen und in verschiedenen Längen aufbaubar sein!


Meine Gedanken - einmal mehr ab_wegig. Ein Labyrinth, aus welchem ich zeitweise selbst nicht rausfinde. In Zukunft vielleicht besser gleich googeln statt denken!

GeDanken

Oft hat man viele Gedanken im Kopf. Woher kommen sie - die Gedanken? Ein Danke an die GeDanken, an meine GeDanken. Sie fordern, sie lenken, sie verführen, sie lassen sich oft einfach nicht vertreiben ... und sie kommen ganz bestimmt nicht immer aus mir selbst.

 

schon länger mal aufgeschrieben und gerade bei mir selbst gefunden ( 12.8.15 )

 

 

Balance

"Das Pendel muß zwischen Einsamkeit und Gemeinsamkeit, zwischen Einkehr und Rückkehr schwingen.“

Anne Lindbergh-Morrow

Diese Schneiderbüste - vor einigen Tagen vor einem Geschäft mit Moos geschmückt stehend - sie hatte es mir angetan - nun habe ich meine eigene, deren "scheinbares Nichts" mich immer wieder auf eine anmutige Art zum Nachdenken und Spüren, zum Füllen meiner ureigensten Innenräume anregt.

Atmosphäre ..

Was ist dazwischen? Nichts? Ohne das Nichts, wäre die Figur nichts .... Vielleicht ist das Unsichtbare das, was es eigentlich zu spüren gilt, Sehen mit anderen Augen - die Fülle im scheinbar Nichts!

                                               

Fotos, wie dieses - ich sehe etwas und muss es festhalten. In dem Moment kann ich noch gar nicht sagen warum - bin vielleicht sogar in Eile, habe einen Termin, aber diese 4 Sekunden : Handy raus - klick - sie müssen sein. Und manchmal Stunden, Tage, Wochen später, da erkenne ich, was ich eigentlich sah - eine Erkenntnis für mich - für andere - wahrscheinlich sowohl Foto als auch Erkenntnis vollkommen bedeutungslos

 

" Wir wandeln alle in Geheimnissen. Wir sind von einer Atmosphäre umgeben, von der wir noch gar nicht wissen, was sich alles in ihr regt und wie es mit unserm Geiste in Verbindung steht."

Johann Wolfgang von Goethe

 

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