grashalme

schmerz
 
droge ohnegleichen
andere mächte nähern sich

spitze krallen
ins fleisch bohrend
sinne schwinden

süsser tod
komm
bring erlösung

nackt vor mir selbst
auge in mein auge

versinken
im sog des dunkeln

und da

in der ferne
grashalme wachsen hören
sinne erwachen
neu geschärft

 

gewidmet meinen Kindern in dieser und jener Welt, deren Ruf mich immer wieder zurück holt

 

Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen.            
Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir wandern.            
Und doch ist alle Ferne nah, wenn man es recht begreift.            
Baut ihr Tempel und helle Hütten,            
zündet die Lichter an,            
ihr, die ihr atmet, und denkt daran:            
Mitternacht ist vorüber und es ist Morgen geworden.

 

Manfred Kyber
 

 

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