Töne meines Herzens ...

Es lebt ein Zauberer in fernen Landen. Er bringt das Glitzern ins Meer, wenn er des Nachts am Strand sitzt und seine Lieder singt und so manches Mal dazu tanzt.
Jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit zündet er ein grosses WindLicht an, ein Symbol für seine Liebe, dann noch eines, ein weiteres , bis der ganze Strand übersät ist mit WindLichtern und das Meer erhellt und glitzernd erscheint. Ein Sinnbild für die Menschen, die ihn umgeben in aller Welt. Sobald das erste Licht mit hellem Schein brennt, beginnt er Lieder zu singen, Lieder von der Liebe in all ihrer Weite, von der Liebe der Menschen zueinander, Lieder über den Krieg und den Schmerz. Über die Zuversicht, die Liebe, die alle ins Licht führt. Man nennt ihn LichterMeere, weil er das Licht in die Dunkelheit bringt, das Licht, das den Menschen das Dunkle, die Schwere von der Seele nimmt, Leichtigkeit, Freude und Zuversicht bringt.

Die Kunde von seiner Gabe hat viele Menschen erreicht. Wenn er des Abends seine Lichter anzündet, kommen leise und sachte viele Menschen und setzen sich andächtig um diese Lichterflut, vorsichtig bedacht keines zu löschen. Eines Abends ist auch eine fremde Frau aus einem anderen Land gekommen. Sie hatte noch nie von ihm gehört. Sie sah ihn nur von weitem und wurde wie von einem unsichtbaren Band zu ihm hingezogen. Sie trägt ein eigenes WindLicht, sie hatte es unterwegs gefunden. So wie sie oft auf ihren Wegen etwas findet und es mit sich trägt, es behütet. Das Licht war erloschen und sie wollte es anzünden und zu den anderen Lichtern stellen. Sie wusste ihr gefundenes war ein spezielles, wie seines, beides Lichter, die schon durch so viele Hände gingen, so viele Lebensgeschichten darin eingeschmolzen waren. 

Kurz vor dem grossen WindLicht des Mannes gerät sie ins Stolpern und das Licht gleitet ihr aus den Händen und fällt auf dasjenige des Mannes. Oh Schreck, wenn nun sein Licht erlischt - nein, sein Licht brennt hell und sicher weiter - und ihres? Es ist in seinem verschmolzen.

Er kommt zu ihr, schaut ihr tief in die Augen, berührt sie behutsam am Arm, nimmt ihr Windlicht und füllt es neu mit Wachs aus seinem und zündet es an. Sie dankt ihm und setzt sich zutiefst berührt mit Ihrem Licht an den Strand und lauscht wie die anderen Menschen seinem Gesang.

Ein Wachs aus zwei ineinander geschmolzenen, von jedem ein Teil für jeden. Sie fühlt eine tiefe Verbundenheit mit diesem Zauberer, fühlt seine hellen Seiten, aber auch die dunklen, die leichten und die schweren. In der Morgendämmerung nimmt sie Ihr Licht und wandert in ihre Heimat zurück, das Licht immer bei sich tragend. Es leuchtet immer noch, auch wenn es so manches Mal in heftigen Stürmen zu erlöschen drohte. 

So leuchten nun zwei dieser speziellen WindLichter irgendwo auf der Welt. Jedes für sich mit verschmolzenem Wachs, jedes mit verwobenen Geschichten, mit Schwere und mit Leichte, mit Liebe ....

 

 

Gewidmet Dir trotz allem oder wegen allem, nur Du weisst es, nur Du kannst es erahnen, am DU zum ICH

Ein neues Lied von Wolfgang Edelmayer mit Video unter meinem obigen Text  am 21.09.2017, warum? Der Text war und ist ihm gewidmet ... und das Lied, es passt - aus meiner Sicht 

Copyright ©2014 -2017 WindGeschenke