Die Tür meines Duftgartens

Die Tür meines Duftgartens

Du klopfst an meine Tür
Ich öffne sie für Dich

lasse Dich hinein
Du bist willkommen
Du betrittst meine innersten Räume

Du begehst sie
meine Tiefen und Höhen
meine Berge und Täler
die Furchen
die andere zuvor gegraben haben

und Ich spüre Deine Schritte in mir

sachte und leise
kräftig und forsch
bedächtig und bewusst
spielerisch und tänzelnd verträumt

Ich spüre Deine Hände

Deine Hände, die graben
in meinem Garten
in dem Du lustwandelst

Deine Hände
sie streuen Samen
damit zu meinen Blumen
Deine in meinem Garten blühen

ein Meer von Blüten
duftend
leuchtend
farbig

Der Duft meiner Blumen betört Dich

die purpurnen Rosen
die lieblichen Mimosen
die leidenschaftlichen Tuberosen


Ich spüre Deine Begierde
sehnsüchtig suche ich Dich
im Labyrinth meines Gartens

meine Leidenschaft findet Dich

Du stillst sie

und

hinterlässt mich dennoch
ständig aufs Neue
brennend zurück

die Glut glimmt im Garten
bis Dein und mein Hauch
sie erneut zu einem Feuer wachsen lässt

einem lodernden Feuer
das aus Dir und mir
herausleuchtet

den Weg weist
wie ein Leuchtturm
am Meer

immer wenn Du gehst
hinterlässt Du deine Spuren

einen Fussabdruck, eine kleine Furche
ein abgerissenes Blütenblatt

oder einen frisch gepflanzten blühenden Strauch
der Deinen Duft verströmt

und mit jedem meiner Atemzüge
mich
durchschwebt
beduftet
belebt

Dich in MIR neu erweckt
 

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